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Ein Tag am Meer

Durch die Einsicht kommt die Weitsicht.

Durch die Inspiration, der sich hin und her bewegenden Wellen, ist es möglich weiter in sich selbst zu schauen.

In einer Zeit, in der Vorschriften und Manipulationen der Tagesordnung entsprechen, ist der Weg zu einem passenden Sein nicht immer gegeben.

Es ist nicht die Situation entscheidend, vielmehr die Aneinanderkettung der Momente.

Jetzt zum Beispiel wird die Zeit der Studie dieses Textes gewidmet. Doch was für Beweggründe dazu geführt haben ist im Augenblick ungewiss.

Dies endet in der Gewissheit, sich mit dem Vorausgehenden auseinanderzusetzen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Leid oder Freude dazu geführt haben. Denn dies ist auch nicht wichtig.

«Es gibt kein Jetzt» diese Aussage hat mich schon des Öfteren beschäftigt. Der Moment in dem eine Begebenheit zu einem neuen Entscheid führt. Diese Millisekunde. Ist dies das «Jetzt»?

Die Problematik darin besteht nun, dass wir uns anmassen dies zu verstehen und auch beweisen zu können.

Auf der Basis von Wissen verstreben wir uns immer mehr in der Ungewissheit.

«Wir Wissen, das wir nichts wissen» oder so ähnlich. Wir suchen nach diesem Wissen und in dieser Suche verlieren wir uns, wenn wir nicht immer wieder neue Ansätze finden und diese auch Nutzen.

Etwas aus unendlichen Perspektiven anzuschauen, dies ist der Ansatz, den ich in meinem Sein verfolge. Nur so ist es mir möglich meine Fragen für mich zu lösen.

Es bedarf da keinen alten Schriften. Ausser, um nachzuschauen, ob bereits jemand anderes auf eine ähnliche Erkenntnis gestossen ist. Doch ist dies dann im selben Moment wieder unwichtig, denn es ist ja nicht die niedergeschriebene Definition massgebend, sondern vielmehr die Möglichkeit diese Definition aus einem anderen Blickwinkel möglicherweise zu kippen.

Hält man im Gegenzug an dem Geschrieben, Bestätigtem fest und verhält man sich nur nach diesen Regeln, so läuft man Gefahr, sich kein eigenes Bild, keine eigene Realität, keine eigenen Massstäbe zu setzen. Mehr noch, es wird die Chance vergeben im selben Augenblick, das Bild von der Wand zu nehmen und es neu zu Malen.

Und damit nicht Genug, man unterbricht die Kette der Momente. Somit auch die Möglichkeit aus sich selbst herauszuwachsen.

K1 – Mach es so und du wirst Erfolg haben

Es gibt diverse Medien, in denen erklärt wird, wie man sich verhalten soll, um erfolgreich an sein Ziel zu kommen. Jedoch ist es dann noch sein Ziel? Oder vielmehr das Ziel das einem suggeriert wurde?

Nehmen wir mal an, Hilda will gross hinaus kommen mit Ihrer wunderschönen Jackenknopf Gestaltung.

Es wird Ihr nun geraten, sich mit den Werbemitteln zu beschäftigen. Dazu soll sie noch mit viel Herzblut über die Geschichte hinter den Jackenknöpfen berichten. Weiter Bildmaterial in den gängigen Kanälen zu streuen. Filme über die Herstellung gestalten.

Dadurch:

«Erste Erfolge kassieren. Auftrags Überschüttung erhalten. Expandieren. Mitarbeiter einstellen. Bestehende Kollektion erweitern. Weitere Werbemassnahmen treffen. Geldinvestieren. Kredit aufnehmen. Unermüdlich dafür Arbeiten. Die dritte Kollektion durch die Mitarbeiter erstellen lassen. Sich hauptsächlich um Administrative Belange kümmern. Weiter expandieren. Noch mehr verdienen, um den Kredit zurück zu bezahlen. Weiter Werbung machen. Den Börsengang beobachten.» -> Kreativität verlieren. Lust verlieren. Sich fragen was das alles soll.

War dies Erfolgreich?

Dies und noch viel mehr wurde Ihr geraten und Hilda kam gross raus. Doch wollte Sie ursprünglich nur Jackenknöpfe gestalten, oder?

Was wäre geschehen, wenn Hilda sich nicht auf die Ratschläge der Anderen gehört hätte, sondern auf sich selbst vertraut hätte. Durch die Jackenknöpfe Türen zu neuen Menschen geöffnet werden. Begeisterung in den Mitmenschen entstehen. Das Gestalten einsetzen, um frei zu sein. Liebe zu finden. Weder sich noch anderem Leben zu schaden. Glücklich zu sterben.

Wäre dies Erfolgreich?

Ist der Erfolg, der gesucht wird, so zu handhaben?

Es ist nicht möglich dies endgültig zu beantworten. Denn es wäre nur eine Antwort von mir auf eine hypothetische Frage von mir. Und da wären wir wieder bei der Manipulation. Den Vorschriften. (Vorschrift – alles was zuvor geschrieben wurde?)

K2 – Lösungsansatz ohne Problemerkennung

Die Problemerkennung setzt voraus, es gibt eine Situation, die nicht lösbar ist. Doch das Vorgelegte ist nicht immer erkennbar. Es kann somit durchaus angebracht sein, eine Lösung in den Raum zu stellen ohne triftiges Problem.

Dies klingt im ersten Moment unnötig, ja sogar unmachbar. Und somit haben wir unsere Hürde bereits erschaffen.

Wie erstelle ich eine Lösung ohne ein Problem. -> indem ich nach einem Problem suche?

Die Sichtweise auf eine Situation zu verschieben, bringt oftmals Einsichten, die bis anhin nicht ersichtlich waren.

Dabei bedenke man, das durch eine Verschiebung der Sichtweise auch die Verschiebung der Zeitachse vorgenommen wird. Und somit auch keine genaue Festlegung möglich ist. Dies zu lösen wäre in diesem Moment der Lösungsansatz des Problems.

Oder nicht?

K3 – Von der Blüte zum Honig. Jeder Besuch bringt dir ein Stück süsses

Das dauernde Hin und Her und das Hunderte Male bis man sich die Belohnung abholt.

Jede Erfahrung in dieser Zeit macht den Honig einzigartig und zeigt die unterschiedlichsten Fassetten aus einem Arbeitsreichen Alltag.

Doch macht die monotone Anstrengung Sinn?

Sinn oder Unsinn. Nichts liegt mir ferner dies zu bestimmen. Jeder Besuch einer Situation hält etwas Süsses bereit. Wichtig in diesem Moment ist es, dies zu erkennen. Sich das Süsse einzuverleiben und mit Freude den nächsten Moment anzustreben.

Sobald das Süsse unauffindbar ist, sollte die Suche abgebrochen und neu gestartet werden. Bleibt man in diesem Moment der Bitterkeit hängen, wird es schwer, sich der Lieblichkeit des Honigs zu erfreuen.

Doch genug des Gedankenspiels. Widmen wir uns wieder dem Meer, den Wellen, dem Horizont. Die Schatten sind nun nicht mehr die Gleichen. Die Zeit hat sich verschoben. Ergo auch die Situation und schlussendlich auch die Sichtweise.

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